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Marien-Hospital baut neue Kardiologie

Animation Neubau Kardiologie MHW
Eine Animation des Neubaus


Unmittelbar nach Abriss der alten Kinderklinik wurde mit dem winkelartigen Neubau begonnen, der inzwischen deutlich Gestalt angenommen hat. Er schließt auf der einen Seite unmittelbar an die bestehenden Räume der Kardiologie an. Auf der anderen Seite wird durch den ebenfalls direkten Anschluss an die Notaufnahme das städtebauliche Gesamtbild an dieser Stelle aufgewertet. 

 

Zentraler Bestandteil der Erweiterung für die Kardiologie im Erdgeschoss sind zwei Linksherzkathetermessplätze, die den neuesten medizinischen Entwicklungen gerecht werden. Räume für die Aufnahme und Überwachung der Patienten sowie zur Befundung ergänzen das Raumprogramm.

 

Mit dem Neubau der Liegendanfahrt wird gewährleistet, dass die Patienten nicht mehr den Witterungseinflüssen ausgesetzt sind. Die Anbindung an die Untersuchungs- und Behandlungsräume der Notaufnahme wird neu gestaltet, auch der direkte Transport von (Infarkt-) Patienten in die Kardiologie ist künftig möglich. Die Räume für Chef- und Oberarzt der Zentralen Notaufnahme (ZNA) werden ebenfalls im Erdgeschoss des Neubaus geschaffen.

Verbesserte Pflegesituation

 

Das erste Obergeschoss dient dazu, die Pflegesituation im Marien-Hospital weiter zu verbessern. Künftig besteht die Möglichkeit, sämtliche Patienten der I. Inneren Abteilung zentral zusammenzufassen. Alle Patientenzimmer im Neubau erhalten einen eigenen Sanitärbereich. Durch die Lage des Dienstplatzes im Mittelpunkt der Station sind kurze Wege für das Pflegepersonal garantiert. Räume für die Ver- und Entsorgung vervollständigen das Raumprogramm. Nach Inbetriebnahme dieser neuen Pflegeebene wird die Station 6 aufgelöst, so dass sich die Gesamtbettenzahl des MHW nicht verändert.

 

Im Untergeschoss des Neubaus beanspruchen die Lüftungsanlagen den weitaus meisten Platz. Hinzu kommen Zimmer für den klinischen Arztdienst, Personalumkleide, Lager und Archiv.

Zimmer für infektiöse Patienten

 

Das zweite Obergeschoss ergänzt die Station zwei um fünf Patientenzimmer, wovon vier als Isolierzimmer für infektiöse Patienten eingerichtet werden sollen. Das MHW verfügt derzeit über keine adäquate Unterbringungsmöglichkeit für diese Patienten und schafft mit diesen Zimmern die Voraussetzung, um  isolierpflichtige Patienten aufzunehmen. Zwei Arzt- und Untersuchungszimmer für die Station zwei sowie Räume für die bisher in einem externen Gebäude untergebrachte Diabetesschulung komplettieren das Raumangebot.

In dem parallel zur Domstraße liegenden nördlichen Gebäudeteil werden im 2. Obergeschoss zehn Bereitschaftsdienstzimmer für den ärztlichen Dienst eingerichtet, die jeweils über eine eigene Nasszelle verfügen. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Mitarbeitergewinnung und deren Bindung an das Krankenhaus im ärztlichen Dienst ein wettbewerbswirksames Qualitätsmerkmal.

Arkadengang

Bei der Fassadengestaltung des Neubaus wird das Farb- und Materialkonzept der verschiedenen Neu- und Umbauten am Marien-Hospital der vergangenen zehn Jahre fortgeführt. Das lange durchlaufende Fensterband im 1. OG wird von dem ortstypischen dunkelroten Klinkermauerwerk gerahmt. Ein Arkadengang bildet einen schützenden Zwischenraum zwischen Erdgeschossfassade und Straße.

Der Neubau soll im Sommer 2012 fertig sein.