Schüler und Werner Koleiski stellen im Marien-Hospital aus
Unter dem Titel „Durchblick – Einblick – Ausblick“ zeigen Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums, die im vergangenen Schuljahr die Stufen 11 und 12 besucht haben, ihre Werke auf den Fluren des Kreißsaales. Die „Zwölfer“ beweisen auf künstlerische Weise, dass sie den Durchblick haben: Sie erfassen die Welt im Ausschnitt eines Fensters. Dieser Ausschnitt zeigt jedoch Fehler und Ungereimtheiten, ebenso optische Täuschungen. So geben die Schüler den Blick auf eine verfälschte Umgebung frei.
Die Stufe 11 hat witzige Gemälde geschaffen, die durch ihre Vielfalt die Neugierde des Betrachters weckt. Vier Schüler haben jeweils ein Dreieck eines Bildes gestaltet. Trotz aller Unterschiede in Technik und Ausführung entsteht der Eindruck eines einheitlichen Ganzen. Als Material verwendeten die Jugendlichen Abtön- oder Acrylfarben, auf Leinwand aufgebracht.
Unter dem Titel „Digitale Abrisse“ macht Werner Koleiski Alltägliches und Verborgenes sichtbar. Auf der Station vier (Geburtshilfe / Gynäkologie) eröffnen seine Werke durch die Wahl eines kleinen Formats ungewöhnliche Perspektiven. Wenn der Betrachter direkt vor den Bildern steht, entdeckt er eine Tiefenwirkung, die durch die besondere Art der Montage die Vielschichtigkeit der Motive unterstreicht. Gleitet der Blick hingegen von einem weiter entfernten Standpunkt über die Bilder, entsteht ein dreidimensionaler Effekt. Durch die unterschiedliche Farbdichte der aufliegenden Folie werfen Texte und Flächen ihre Schatten auf das untere Bild und verändern es ständig. Nichts ist dann mehr so, wie es einmal aufgenommen wurde.
Werner Koleiski, Jahrgang 1956, wohnt in Wesel und ist als freier Designer tätig. Sein künstlerischer Schwerpunkt liegt im Bereich Grafik-Design. Er hat bereits mehrmals in Wesel ausgestellt, unter anderem in der Musik- und Kunstschule und in der Galerie im Centrum.
Beide Ausstellungen sind bis in den November hinein im Marien-Hospital zu sehen.


