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Neonatologie

Das neonatologische Team betreut alle gesunden und kranken Früh- und Neugeborenen im Marien-Hospital Wesel. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der geburtshilflichen Abteilung beginnt unsere Arbeit bereits vor der Geburt eines Kindes. In regelmäßigen gemeinsamen Besprechungen werden vorhersehbare Risikogeburten optimal vorbereitet. Unsere Intensiv-Betreuungseinheit ist dem Kreißsaal unmittelbar angebunden. So werden lange Transportwege für die Neugeborenen vermieden. Uns stehen alle Möglichkeiten zur Verfügung, um auch extrem kleine Frühgeborene zu behandeln. Es können alle Formen der konventionellen Beatmung sowie die Hochfrequenz-Oszillation angewandt werden.

Wir behandeln nach dem Prinzip des „Minimal Handlings“, das heißt, alle invasiven Methoden werden auf das unbedingt notwendige Maß reduziert. Wir vertreten den Grundsatz: „So viel Intensivmedizin wie nötig, so wenig wie möglich!“ Für die Diagnostik stehen uns Sonographie, Röntgen, EKG und EEG unmittelbar am Bett des Kindes zur Verfügung.  

Besonders großen Wert legen wir auf die Förderung der Eltern-/Kind-Beziehung. Wir unterstützen ausdrücklich das Stillen und bemühen uns möglichst gleich nach der Geburt, den Körperkontakt mit den Eltern auch bei Früh- und kranken Neugeborenen zu ermöglichen (Känguru-Methode). Zur Unterbringung der Mütter stehen zwei 2-Bett-Zimmer im Souterrain der Kinderklinik zur Verfügung.  

Für alle Probleme rund um die Früh- und kranken Neugeborenen auch über den stationären Aufenthalt hinaus steht Ihnen unser interdisziplinäres „Frühchenteam“, bestehend aus Psychologinnen, Heilpädagoginnen, Kinderkrankenschwestern und Ärztinnen der neonatologischen Station, des Sozialpädiatrischen Zentrums und der Frühförderstelle, zur Verfügung. Wir veranstalten regelmäßige Elterngesprächsrunden auf der Station, an jedem ersten Donnerstag im Monat einen „Frühchentreff“, sowie einmal im Jahr ein Treffen ehemaliger Frühgeborener. 

Projekt zur Beratung und Hilfe direkt nach der Geburt

Das Projekt „Frühe Hilfen“ am Marien-Hospital ist ein niederschwelliges Angebot vor Ort, das den Kinderärzten und Geburtshelfern des Marien-Hospitals seit Jahren ein wichtiges Anliegen ist.
Die Verantwortung dafür hat Melanie Krämer (Foto).

Die gelernte Kinderkrankenschwester bietet allen Frauen, die im Marien-Hospital entbinden, ein Beratungsgespräch unter vier Augen und bei Wahrung der Schweigepflicht an. Melanie Krämer informiert die frisch gebackenen Mütter über Hilfsangebote, die sich rund um die Frage drehen: Wie geht es nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter? Bis zu drei Jahre nach der Entbindung können Mütter das kostenlose Angebot in Anspruch nehmen.

Möglich macht dies langfristig das Projekt Netzwerk Kinderzukunft (früherer Name: KinderZUKUNFT NRW), eine bundesweite Initiative des Familien-Ministeriums. In Wesel sind Stadt und Kreis in das Projekt eingebunden, das auch vom Marien-Hospital unterstützt wird. Flyer Netzwerk Kinderzukunft

 Melanie Krämer arbeitet im Kreißsaal und auf der Wöchnerinnenstation und erklärt Müttern (und natürlich auch Vätern), welche Hilfsangebote es gibt, damit es ihrem Kind in jeder Hinsicht gut geht, damit es gesund bleibt und glücklich und zufrieden aufwachsen kann.

Melanie Krämer verweist zum Beispiel auf den Fachdienst „Frühe Hilfen“ des städtischen Jugendamtes, ein gut funktionierendes Netzwerk, das bei Problemen helfen kann. Die Bandbreite umfasst gesundheitliche, psychologische, finanzielle und soziale Beratung, aber auch Angelegenheiten der Erziehung. Kooperationspartner des Projekts sind im Marien-Hospital die Geburts- und die Kinderklinik, das Sozialpädiatrische Zentrum und die Interdisziplinäre Frühförderstelle, darüber hinaus Frauenärzte, Kinderärzte, Gesundheitsamt, Jugendamt, freie Träger der Jugendhilfe und kirchliche Einrichtungen in der Stadt und im Kreis Wesel. Melanie Krämer stellt das Projekt bei den regelmäßigen Infoabenden für Schwangere vor.

Kontakt: Melanie Krämer, Tel. 0281 / 104-62302; Melanie.Kraemer@prohomine.de  

Fachpublikum

Die Chefärztin und Oberarzt Arnd Jacobs besitzen die Schwerpunktbezeichnung Neonatologie. Wir behandeln als Perinatalzentrum Level II  entsprechend den Vorgaben des gemeinsamen Bundesauschusses für Qualitätssicherung in der Medizin (GBA) auch extrem kleine Frühgeborene und Risikoneugeborene.

Für die Behandlung Früh- und Neugeborener bestehen in unserem Hause folgende Voraussetzungen:

  • Acht Intensivplätze, davon vier Beatmungsplätze mit der Möglichkeit der 
    transcutanen Kohlendioxid-Messung, ZVD- und arterieller Druckmessung
  • Zwölf neonatologische Überwachungsplätze 
  • Zentrale Monitorüberwachung (Philips IntelliVue) für 14 Bettplätze 
  • Beatmungsgeräte Babylog 8000 (Draeger) einschließlich Hochfrequenzoszillation 
  • Non-invasive Beatmungsgeräte (Infantflow und Infantflow Advance) 
  • Permanent verfügbares Ultraschallgerät  im Bedarfsfall 
    Ultraschallgerät Philips HD 7 einschließlich Echokardiographie  
  • Mobiles Röntgengerät vor Ort 
  • CT/MRT im Hause möglich
  • Amplitudenintegriertes EEG (aEEG) 
  • Neurologische Diagnostik in Zusammenarbeit mit dem SPZ 
  • Bei psychosozialen Problemen und in allen Fällen der Entwicklungsbegleitung: 
    Zusammenarbeit im interdisziplinären Frühchenteam (Frühchen-Konzept)


Kontakt

Oberarzt Arnd Jacobs
Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
arnd.jacobs@prohomine.de

Terminabsprache:
Sekretariat: 0281-104-1170